Die Gründungsjahre

Als eigentlicher Gründer der TSV Mörschwil Dragons kann Markus Lutz bezeichnet werden. Er rief Ende der Achzigerjahre die Sportboys, eine Riege des TSV Mörschwil, ins Leben. Ziel war es, für Jugendliche eine sinnvolle Freizeitaktivität zu schaffen, die sportlich herausfordernd war, jedoch frei von turnerischen Zwängen, wie man sie von einer normalen Jugendriege kennt. Im Winter betrieb man mit viel Engagement die damals hierzulande noch junge, jedoch rasant aufstrebende Sportart Unihockey, während man im Sommer vornehmlich Fussball spielte. Jeweils zweimal in der Woche traf man sich zum Training. Die Regeln wurden hierbei mehr oder weniger frei interpretiert. Das Niveau stieg kontinuierlich, und es dauerte nicht lange, bis man es nicht dabei bewenden lassen wollte, nur der Freude am Spiel halber zu trainieren. Vielmehr strebte man das sportliche Kräftemessen mit anderen Teams an, was angesichts der Fülle an Unihockeyturnieren in der Region kein Problem darstellte. So nahmen anno 1991 erstmals zwei Mannschaften am Unihockeyturnier von Waldkirch teil. Eine davon, genannt Enorm Mörschwil, schlug völlig überraschend die Juniorenmannschaft des Gastgebers und überraschte nicht nur sich selber mit dem sensationellen zweiten Rang.

Im Verlauf der nächsten Jahre bildete sich bei den Sportboys ein zweites Team, genannt Borussia Häftlibach. Auch dieses machte an den regionalen Turnieren in Goldach, Gossau und Waldkirch von sich reden. Begleitet wurden die Mannschaften meist von Hermi Strahl, der sich auch der Trainingsgestaltung annahm. Die sportlichen Erfolge weckte bei einigen Spielern der beiden Teams höhere Ambitionen. Beim TSV Waldkirch wagten sie ihre ersten Gehversuche im Meisterschaftsbetrieb. Nach einer sehr erfolgreichen Saison in Waldkirch wollte man die gesammelten Erfahrungen nutzen, um im eigenen Dorf eine Mannschaft auf die Beine zu stellen, die an der Kleinfeldmeisterschaft teilnehmen sollte. Nach sorgfältigem Abwägen der Vor- und Nachteile gelangte man zum Schluss, das Wagnis einzugehen und die nötigen Schritte zur Gründung in die Wege zu leiten.
So kam es dazu, dass in der Saison 1997/ 1998 der TSV Mörschwil Dragons die erste Saison in der vierthöchsten Kleinfeldliga bestritt.

Der Aufstieg

Der Start in den Meisterschaftsbetrieb gelang problemlos. Trotzdem musste die Mannschaft bald erkennen, dass noch einiges zu tun war, um einen Aufstieg zu realisieren. Nicht nur spielerische Leistungen, sondern auch die Teamorganisation liess zu wünschen übrig. Kein Wunder also, dass die erste Saison rangmässig nicht allzu erfolgreich beendet wurde. Während des Sommers 1998 erhielt der Klub neue Strukturen, und es wurde eine klare Ämterzuweisung vorgenommen. Dank konstant gutem Spiel, einer individuellen Steigerung jedes einzelnen Spielers und einer idealen Umsetzung des weiter professionalisierten Trainings konnte sich das Team in der kommenden Spielzeit während der ganzen Saison im obersten Drittel der Tabelle behaupten. Der schlussendlich resultierende zweite Platz reichte für den Aufstieg, der gebührend gefeiert wurde. Erstmals nahm auch ein Juniorenteam der Dragons an der Meisterschaft teil und erzielte bereits in der ersten Saison einige Achtungserfolge.

Die erstmalige Teilnahme am Kleinfeldcup endete trotz einer spielerisch ansprechenden Leistung leider schon in der ersten Runde.
Wie sich herausstellen sollte, bildete die dritte Liga lediglich eine Zwischenstation für die Dragons. Das Team nahm den Schwung der Vorsaison vollumfänglich mit und erzielte Rang 2, welcher wiederum zum Aufstieg berechtigte.
Währenddessen wuchs der Verein kontinuierlich. Die ins Leben gerufene Damenmannschaft avancierte innert kürzester Zeit zu einer der besten in der ganzen Region und bewerkstelligte in der Saison 2003/2004 den Aufstieg in die höchste Kleinfeldliga. Als weiteres Highlight geht das Cup-Halbfinale 2002/2003 gegen den Serienmeister Herisau in die Geschichte ein, welches erst im Penaltyschiessen verloren ging.
Ebenfalls als grosser Erfolg kann die Bildung einer zweiten Herrenmannschaft bezeichnet werden. Obwohl dass Spass-Element in diesem Team an erster Stelle steht, konnte es im Frühling 2004 bereits den Aufstieg in die dritte Liga feiern.
Die erste Mannschaft erfüllte sich derweil den lang gehegten Wunsch nach der Teilnahme an der Grossfeld-Meisterschaft. Hierzu ging man eine Allianz mit Rehetobel ein, welche sich als äusserst fruchtbar erwies. Obwohl kaum ein Akteur von „Möre“ über Grossfeld-Erfahrung verfügte und einmal in der Woche in Trogen trainiert werden konnte, gelang dem neuformierten Team im ersten Jahr seines Bestehens, was niemand auch nur zu träumen gewagt hätte: die Teilnahme an den Aufstiegsplayoffs und der Aufstieg in die erste Liga.

Die Zukunft

Im Grossen und Ganzen betrachtet, kann die Geschichte der TSV Mörschwil Dragons als eine einzige Erfolgsstory bezeichnet werden. Innert etwas mehr als einem Jahrzehnt ist aus einer kleinen Riege ein Verein von beträchtlicher Grösse geworden, dem in der laufenden Saison je eine Grossfeld- und eine Kleinfeld-Herrenmannschaft, eine Damenmannschaft sowie Junioren-Mannschaften angehören. Wo die Reise noch hinführt, wird die Zukunft zeigen.