Herren Grossfeld – Jahresbericht Saison 2018/2019

Nach der Saison ist vor der Saison. So auch 2018, als wir bereits wieder im Juni das Sommertraining für die Saison 2018/19 aufnahmen. Das regelmässig absolut top besuchte Training brachte uns wieder auf die nötige Fitness, die wir hätten haben sollen wenn wir das Training dann wirklich gut besucht hätten (man beachte die vielen Konjunktive). Spätestens nach den Sommerferien waren die Bierbäuche wieder da, doch die Fitness aus den Sommertrainings blieb uns erhalten. Es folgte Anfangs September sogleich das erste Highlight: Das Trainingswochenende. Dieses Jahr in Mörschwil, doch nicht minder anspruchsvoll, wertvoll und gesellig. Der Orientierungslauf mit Tiger Woods’schen Attributen war definitiv gelungen (wer sich bereits gefragt hat, woher unsere Blocknamen kommen: von da). Der eine oder andere hat wohl auch sein Portemonnaie etwas geschont, da es in Mörschwil keine Nachtclubs gibt. Captain war wie letztes Jahr Beni, der sich in der basisdemokratischen und geheimen Wahl durchgesetzt hatte. Berichtschreiber blieb leider die gleiche Niete wie bis anhin. Neu gab es einen PR-Beauftragten, namentlich Henno, der das Material für die vom Präsi verwaltete (übrigens ebenfalls neue) Homepage sowie für die neu geschaffenen Social Mediakanäle besorgen sollte. Rollen verteilt, es konnte losgehen!

Ende September war es dann soweit: Die neue Saison, auf die wir uns akribisch vorbereitet hatten, ging los. Wir hatten eine anspruchsvolle Gruppe, doch das Ziel war klar (auch wenn es nicht wirklich das Ziel war): Wir wollten erneut die Aufstiegsspiele erreichen! Den ersten Meilenstein dafür legten wir bereits in der ersten Runde, wo wir zwei Siege sowie das erste Stängeli einheimsen konnten. Euphorie machte sich breit, doch bereits nach der nächsten Runde wünschten wir uns, wir hätten das Sommertraining doch etwas besser besucht. Kein Tor, sieben Gegentore. Jetzt wussten wir, wie der Hase läuft, dass es diese Saison definitiv kein Spaziergang wird. Die nächsten Runden verliefen harzig, unnötige Niederlagen gegen Zuzwil-Wuppenau und Tägerwilen, den späteren Aufsteiger. Gleichzeitig konnten wir beispielsweise Winterthur gleich 9:0 schlagen, doch wir kamen nicht in den sogenannten Flow. Die Niederlage gegen Tägerwilen passierte leider genau an der Heimrunde, einem weiteren Höhepunkt der Saison (wie immer). An dieser Stelle wäre, wenn man dann chronologisch vorgehen mag, das Chlausessen im Restaurant Gschwend vom November zu erwähnen: Wie jedes Jahr top und sehr lecker. (Chronologie stimmt jetzt doch nicht, verdammt!)

In der Hälfte der Saison standen wir zwar nicht mit leeren Händen da, doch waren wir nicht ganz zufrieden. Wir wollten dies ändern und waren bestrebt, noch alles rauszuholen, was geht. Irgendetwas schien uns beflügelt zu haben, vielleicht war es das Mentaltraining von Rolf, oder der Spirit, der unser Team überrollte, wahrscheinlich waren es aber einfach nur die Neujahrsvorsätze der meisten, welche mal mit dem Alkohol aufhören wollten, und deshalb eine, zwei Wochen kein Bier getrunken und ihre normale Physis wieder aufbauen konnten. Denn eines kann ich vorwegnehmen. Im Jahr 2019 haben wir in der regulären Saison kein Spiel mehr verloren, auch wenn wir Abgänge unseres Rekruten Ehrbar sowie des Wachtmeisters Beadini zu verkraften hatten. Später fiel dann auch noch Titus mit einer Verletzung aus. Doch dank guter Junior*innenarbeit unserer Coaches konnten wir auf motivierte und talentierte Junioren zählen, die ihre Arbeit in den letzten Runden hervorragend verrichteten. An dieser Stelle ein Dankeschön an alles Coaches der Juniorinnen und Junioren.

Wir holten in 8 Spielen 14 Punkte. Doch in der letzten Runde, wo es um alles ging, vermochten wir nicht über zwei Unentschieden hinaus und wurden so trotz hervorragender Rückrunde «nur» Dritter. Ein kleiner Funken Hoffnung blieb: Sollte sich ein Team entschliessen, nicht an die Aufstiegsspiele zu wollen, könnten wir eventuell als bester Drittplatzierter aufsteigen.

Und tatsächlich konnten wir noch in die Aufstiegsspiele nachrücken! Am 13. Und 14. April galt es, zu performen. Wir stritten uns mit Herisau, Wyland und Tägerwilen um den Aufstieg. Das erste Spiel gegen Wyland ging verloren, deshalb mussten wir gegen Herisau unbedingt gewinnen. Doch wir konnten unser Potenzial nicht abrufen und mussten uns gegen die Ausserrhödler mit einem 1:1 begnügen. Mit nur einem Punkt konnten wir praktisch nichts mehr holen, doch gegen Tägerwilen wollten wir nochmals voll angreifen, doch auch gegen sie zogen wir den Kürzeren. Wir mussten uns mit der Gewissheit begnügen, dass es diese Saison wieder nicht gereicht hatte. Nach einer turbulenten Saison gönnten wir uns eine wohlverdiente Saisonpause.

Aber diese währte nicht sehr lange. Bereits Mitte Mai standen zwei Trainings hinsichtlich des Cup Spiels gegen die Calanda Flyers Trimmis an (leck, so än Bier-Sponsor wär scho huere geil!). Ende Mai versuchten wir, die Drittligisten zu ärgern, oder vielleicht sogar rauszuschmeissen. Doch an diesem 24. Mai in der Seeblickhalle wurde relativ schnell klar: Das wird nichts! Die Bündner schickten uns gleich mit 1:9 nach Hause. Immerhin gabs nach dem Spiel noch ein Bier, das erhellte die Stimmung, wie immer.

Nur einen Tag später standen gleich zwei Höhepunkte an (also ein Höhepunkt-Tag, hihi, checksch?): Das grosse F-Junioren-Turnier am Morgen sowie das Saisonendturnier am Nachmittag. Beides verlief sehr zur Freude aller Beteiligten und war sicherlich auch für den Zusammenhalt innerhalb der Dragons eine super Sache.

Vor einer Woche passierte dann historisches: Fussballcracks der Dragons Grossfeldmannschaft, ergänzt durch Annina, Claudine und Ursi, holten sich am Fussball-Grümpeli in Mörschwil den Dorfcup! Dank überragender Fussball-Leistung konnten die Schwächen beim Jassen wettgemacht werden und die Dragons holten sich den mit Weisswein gefüllten Pokal sowie ein 20 Liter Bierfass!

Die Saison fing harzig an, mündete in einen Fluss voller Euphorie und sportlichem Erfolg, und endete schlussendlich in einem Dämpfer. Doch wie Konfuzius schon sagte: «Der Weg ist das Ziel», und wie ich dieses Zitat sehr philosophisch ergänzen würde, «Der Weg ist das Ziel zum Ziel». Wir sind auf einem guten Weg, bedenkt man doch die Umbrüche der letzten Jahre, Verletzungen, Absenzen und alles drum herum. Bei allen Ambitionen merkt man trotzdem, dass der Spass am Spiel und das Zusammensein im Vordergrund steht. Ich persönlich finde das sehr wertvoll. Jeder bringt seine Vorstellungen, sein Können und seine Persönlichkeit mit und darf diese entfalten. Möge es auch in Zukunft so sein, denn «Einheit braucht Vielfalt, sonst ist es keine Einheit sondern Eintönigkeit.»

Spieler Dragons Grossfeld 2018/2019:

Torhüter: Rolf Alpiger, Lars Schlumpf, Thomas Häfeli, Dominik Wick

Feldspieler: Dominik Müller, Thomas Hanimann, Henrik Jochum, Beni Wick, Alex Nitsch, Marius Hehli, Cornel Rüegg, Andreas Bühler, Philipp Popp, Armend Beadini, Marcel Ehrbar, Mias Zaugg, Mathias Rentsch, Dominik Wüst, Janis Spirig, Ralf Eberhart, Martin Hanimann, Pascal von Allmen

Autor: Marius Hehli

 

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